Konzept

Eine offene Begegnungsstätte für alle Einwohner Vagens

Ein Ort wo man sich trifft, um gemeinsam etwas zu schaffen: miteinander zu kochen und zu essen, einzumachen, den Dörrschrank zu bestücken, Brot zu backen, zu krauten und zu mosten, zu handarbeiten, Bier zu brauen, sich auszutauschen, voneinander zu lernen, Wissen und Traditionen weiterzugeben.

  • Kochen, Backen, Basteln, Singen und gemeinsam Essen mit Kindern und Jugendliche.
    Unsere Jugendleiterin Bettina Sedlmair hat im vergangenen Jahr über 80 Aktionen mit Kindern veranstaltet. Einen großen Teil davon führte  sie in den beengten Räumlichkeiten ihrer privaten Küche durch.
  • Kurse zur Lebensmittelverarbeitung und zu kreativem Gestalten
  • Gemeinsames Kochen & Essen für Senioren
  • Beratungsstelle der „Sozialen Gemeinde“ Feldkirchen-Westerham
  • Veranstaltungen von VHS, AWO, Musikschule u.a.
  • Marktplatz für regionale Produkte
  • Ausstellungsfläche für lokale Vereine und Handwerker
  • Kleinkunstbühne
  • Dorffest und andere Feste
  • Raum für Historisches im Obergeschoß
  • Obstpresse auf modernstem Stand der Technik
  • uvm...

Anlass und Ziel

Nach umfangreichen und detaillierten Vorarbeiten mit Vorentwurf, Statik und Brandschutzkonzept für den Umbau und die Sanierung, hat der Gemeinderat Feldkirchen-Westerham der Nutzungsänderung sowie dem Umbau und der Sanierung zugestimmt. Ein wesentliches Planungsmerkmal war und ist, die Nutzungsänderung und die bauliche Maßnahme so an das östlich vorhandene denkmalgeschützte Wohnhaus aus dem Jahre 1712 auszuführen, dass die besonders ortsbildprägende Einfirstanlage gewahrt bleibt und mit zeitgemäßer Architektur ein harmonisches Spannungsverhältnis und eine überzeugende Gesamtplanung und Ausführung entsteht. Diese Planung und Gebäudestruktur wird vor allem durch die geplante öffentliche Nutzung als eine Einheit möglich. 

Städtebau

Der Wirtschaftsteil des landwirtschaftlichen Anwesens wird entkernt und bis auf die Außenmauern im EG abgebrochen. Der Erhalt des Charakters eines Einfirsthofes hat dabei oberste Priorität. Dies bedeutet eine durchgehende Dachhaut ohne optische Trennung durch eine Brandwand, sowie ein einheitlicher Dachvorsprung. Auch das Erreichen einer optisch geschlossenen Westfassade ist dabei anzustreben.
Der funktional notwendige Anbau der Mosterei wird von der Hauptdachfläche abgesetzt und als additives Element behandelt. Eine leichte Metalldeckung ordnet das Nebengebäude dem Hauptbaukörper unter und unterstützt damit die Dominanz des Einfirsthofes. 

Raumprogramm und Funktion

Das Gebäude wird von Süden aus erschlossen.

Die Nebenräume WC Herren, WC Damen mit Behinderten WC und Garderobe wurden in den dunkleren Bereich an die neu zu errichtende Brandwand angeordnet. Dadurch entsteht eine zusätzliche Belichtungsmöglichkeit an der Westfassade für den Bürgertreff. Eine geradläufige Treppe verbindet das Erdgeschoß mit dem Dachgeschoß. Die Küche ist der zentrale Mittelpunkt. Um die Küche gruppieren sich Sitzgelegenheiten mit Tischen für eine multifunktionale Nutzung.

Die Mosterei behält ihren Standort im nordwestlichen Gebäudebereich. Sie ist vom Bürgertreff durch ein Sichtfenster, das Einblicke in die Produktionsabläufe der Mosterei gewährt, verbunden.

Der notwendige Anbau erhält einen separaten Warenein- und Warenausgang für eine reibungslose Abfertigung. Wie bisher wird der anfallende Trester an der Westfassade entsorgt. 
Im Dachgeschoß finden Ausstellungen und Vorträge statt. Die Wandscheibe vor der Treppe dient dabei als Leinwand oder als zusätzliche Ausstellungsfläche.  Hinter der Treppe verbirgt sich das Stuhllager, das nicht bis zur Dachhaut reicht und damit den Gesamtraum unterstützt.

Belichtet wird der Ausstellungsraum über ein symmetrisch im First montiertes Oberlicht Die westlichen Öffnungen zur Fluchttreppe werden so gering als möglich gehalten um den geschlossenen Charakter der Westfassade zu unterstützen. 

Fazit 

Wie bereits bei anderen ortsbildprägenden und teilweise denkmalgeschützten Anwesen im Dorf, konnte im Rahmen der Dorferneuerung die Wertschätzung für historische Bausubstanz bei den Bürgern wieder bewusst gemacht werden z. B. Eberl-Anwesen, Rosenhof, Öttl-Anwesen u. a. (siehe auch auf Vagen.de). Insofern kann mit dem Projekt Boschhaus ein weiteres überzeugendes Beispiel zeitgemäßen Bauens mit historischer Bausubstanz entstehen. 

Unterstützung

Die „Sparkassenstiftung für den Landkreis
Rosenheim“ unterstützt das Projekt "Boschnhaus"

Sparkassenstiftung

Wo ist das Boschnhaus?

Kontakt Projektteam

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Sprechen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

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